Zahlen sind wie Buchstaben für das Gehirn recht abstrakte Dinge. Als Kind lernt man sie in der Regel nur durch häufiges Wiederholen und Aufsagen in der richtigen Reihenfolge. Versucht man nun, sich Ziffern in beliebiger Reihenfolge, also nicht von 1 bis 10 zu merken, stößt der normalbegabte Mensch bei ca. 6 bis 8 Ziffern an seine Grenze. Meist benutzt er dabei sein Kurzzeitgedächtnis und versucht, die Zahl durch häufiges Wiederholen zu speichern. Erfahrungsgemäß ist das nur bedingt erfolgreich und macht auch nicht wirklich Spaß! Beim Gedächtnistraining geht es nun aber genau darum, sich mehr als „nur“ eine Telefonnummer zu merken und dabei auch noch Spaß zu haben!
Das menschliche Gehirn denkt so gut wie immer in Bildern. Versuchen Sie einmal, an Ihren Kühlschrank zu denken – na? Sicher haben Sie dabei nicht das Wort „Kühlschrank“ gedacht, sondern sie hatten ein Bild davon im Kopf. Diese wunderbare Eigenschaft des Gehirns macht man sich nun auch für das Merken von Zahlen zunutze, indem für jede Ziffer ein Bild gefunden wird.
Gedächtniskünstler haben dafür verschiedene Systeme entwickelt, die zum Beispiel auf der visuellen Assoziation zum Aussehen einer Ziffer basieren oder sich an der Aussprache einer Ziffer orientieren. Durch Verknüpfung dieser Bilder zu kleinen Geschichten können Sie sich relativ schnell erheblich mehr Ziffernfolgen merken, als Sie es nur über Nutzung des Kurzzeitgedächtnisses erreichen würden. Da aber auch die Geschichtsmethode über kurz oder lang an ihre Grenzen stößt, bedienen wir uns hier der Verortung auf Routenpunkten.
Im Memocamp bekommen Sie Hilfestellung zu 3 verschiedenen „Übersetzungssystemen“, die entsprechend für Neueinsteiger unter "Mein memocamp" hinterlegt sind.